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11.04.2019, 12:28 Uhr
Neue Führung der CDU/FDP-Fraktion im ZAV
Dr. Hans Heuser ist Fraktionsvorsitzender – Volker Orth soll HFA leiten.

Vogelsbergkreis. Das Ende der Amtszeit von Bürgermeister Ulrich Künz im vergangenen Monat führte nicht nur zu gravierenden Veränderungen in der Stadt Kirtorf, auch in weiteren Gremien und Verbänden zieht es Konsequenzen nach sich. 

Von links nach rechts: Dieter Boss, Dr. Hans Heuser, Ulrich Künz, Volker Orth, Gerhard Immel (Foto: Boss)
Nach der Kommunalwahl war Ulrich Künz von der Kirtorfer Stadtverordnetenversammlung in die Verbandsversammlung des Zweckverbands Abfallwirtschaft Vogelsberg /ZAV) gewählt worden; durch das Ende der Bürgermeistertätigkeit ist er satzungsgemäß aus dem ZAV ausgeschieden. Sein Nachrücker für die Stadt Kirtorf ist der Stadtverordnete Gerhard Immel aus Gleimenhain.

Doch Künz war nicht nur einfaches Mitglied in der Verbandsversammlung des ZAV, sondern Vorsitzender der gemeinsamen Fraktion von CDU und FDP. Daher musste diese Position neu besetzt werden. Hierzu kamen die Abgeordneten von CDU und FDP zu einer Fraktionssitzung in Grebenhain zusammen. Auf Vorschlag von Ulrich Künz und des Fraktionsvorstands wurde Dr. Hans Heuser (Vertreter der Gemeinde Mücke im ZAV) einstimmig zum neuen Fraktions-vorsitzenden gewählt. Dies wiederum hat weitere personelle Änderungen zur Folge, denn Dr. Heuser ist derzeit Vorsitzender des Haupt-und Finanzausschusses der Verbandsversamm-lung. Diese Funktion wird er in der nächsten Sitzung abgeben und als sein Nachfolger soll Volker Orth (Vertreter der Stadt Homberg im ZAV) gewählt werden. Zudem wird Artur Koch (Vertreter der Gemeinde Schwalmtal) als ordentliches Mitglied in den Haupt-und Finanz-ausschuss einrücken. Die Fraktionsgeschäftsführung wird von Ulrich Künz wahrgenommen.

Nach der Wahl dankte Dr. Heuser dem seitherigen Fraktionsvorsitzenden Künz für seine engagierte und sachkundige Arbeit in dieser Funktion seit 2006. Insgesamt war Künz seit Gründung des ZAV im Jahr 1987 durchgehend und ununterbrochen Mitglied der Verbands-versammlung gewesen und hatte hier alle Wendungen, Irrungen und Wirrungen in der Ab-fallpolitik und der wechselnden Vorgaben von Bund und Land miterlebt. Er habe immer dafür gesorgt, dass die CDU mit der FDP und in den Jahren 2001 – 2011 auch in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit den Freien Wählern als geschlossene Einheit im ZAV aufgetreten ist und für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger des gesamten Vogelsbergkreises gearbeitet hat. So war es das Verdienst von Ulrich Künz, dass bei der kompletten Umstellung des Systems der Abfallgebühren in den Jahren 2010/2011 speziell eine „soziale Komponente“ eingebaut worden ist, wonach Kinder unter 18 Jahren bei der Berechnung der Müllgebühr nach der Anzahl der in einem Haus wohnenden Menschen nicht mit dem Faktor 1,0, sondern mit 0,5 (also mit der Hälfte) gezählt werden. Insbesondere für Familien mit mehreren Kindern bedeutete dies für viele Jahre eine deutliche Einsparung bei der Gebührenzahlung.

Neben den personellen Änderungen war das Thema „Betrieb der Grünabfallsammelstellen“ im Kreisgebiet zum wiederholten Male Thema der ausführlichen Diskussion in der Fraktion.

Zuvor hatte man die Sammelstelle am Ortsrand von Grebenhain besichtigt. Unter den sach-kundigen Erläuterungen des ZAV-Verbandsvorstehers Rainer-Hans Vollmöller und des Geschäftsführers Dr. Hansjörg  Fuchs konnten die Fraktionsmitglieder sehen, dass die im vergangenen Jahr renovierte Grünabfallsammelstelle in einem sehr guten Zustand ist und einen gepflegten Eindruck macht. Als besonders vorteilhaft ist festzustellen, dass das Areal neu eingezäunt und zwei Tore für die Ein-und Ausfahrt angebracht wurden. Dies hat den Vorteil, dass die Anlieferer – anders als bei anderen Sammelstellen – gerade durchfahren können und das umständliche und zeitaufwändige Wenden der Fahrzeuge oftmals mit Anhänger nicht mehr erforderlich ist. Auch die grundsätzliche Problematik der in den letzten drei Jahren stark gestiegenen Anliefermengen beim Grünabfall war Gegenstand der Beratungen. Lediglich im Jahr 2018 waren die angelieferten Mengen auf den Sammelstellen etwas weniger als im Vorjahr; der Grund hierfür lag wohl in der lang anhaltenden Trockenheit von Mitte Juni bis Ende Oktober, wodurch weniger Grasschnitt angefallen war.

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